Willkommen!
In welcher Welt wollen wir leben? Sollen wir bestimmte Technologien einsetzen? Zum Beispiel Genome Editing bei Pflanzen und Nutztieren? Bei drängenden gesellschaftlichen Fragen kann Ethik helfen. Dabei geht es zunächst darum, gute und schlechte Argumente zu unterscheiden. Der Interaktive Ethikrat ermöglicht es Ihnen, eine eigene Position zu finden. Er versammelt Aspekte, die im Forschungsverbund ELSA-GEA diskutiert worden sind. Am Ende steht ein Gutachten. Wie stimmig sind Ihre Argumente? Der Ethikrat will Sie zum Nachdenken anregen. Wie Sie sich am Ende entscheiden, ist freilich Ihre Wahl. In diesem Sinne: Zeigen Sie Geist. Debattieren Sie mit. Sie können GutAchten!

1.Nutzen Sie das Webportal Pflanzen.Forschung.Ethik als Nachschlagewerk in einem zweiten Browserfenster, wenn Sie mehr Informationen zu den Fragen benötigen.
2.Sie haben trotz Recherchen das Gefühl, noch nicht genug zu wissen? Seien Sie sich bewusst: Dies ist durchaus charakteristisch bei der Beurteilung von komplexen Fragen.
3.Der Ethikrat fordert Sie auf, bestimmten Aussagen zuzustimmen oder zu widersprechen. Das entscheidende Votum am Ende können Sie aber in eigenen Worten formulieren.

GutAchten Sie diese Fallbeispiele

Pilzresistente Banane durch Genome Editing

Eine neue aggressive Variante der Pilzerkrankung Panama Disease bedroht den Bananenanbau. Als genetisch uniforme Klone haben Kulturbananen dem Erreger wenig entgegenzusetzen. Deshalb können auch Resistenzen nicht klassisch eingekreuzt werden. Will man insbesondere die Dessertbanane gegen den neuen Erreger resistent machen, so ist das gegenwärtig nur mithilfe eines direkten Eingriffes in das Genom der Banane möglich. - Sollen Genome Editing Verfahren eingesetzt werden, um auch künftig den Anbau und den Verzehr von Bananen zu ermöglichen?

Virusresistente Schweine durch Genome Editing

Das PRRS-Virus ist Erreger der weltweit bedeutendsten Schweinekrankheit. Ein wirksames Gegenmittel gibt es bisher nicht. Das könnte sich nun ändern: Am Roslin Institute in Edinburgh leben einige Schweine, die „vollständig immun“ sind. Wissenschaftler haben einige wenige DNA-Bausteine im Schweinegenom mit Hilfe der „Gen-Schere“ CRISPR/Cas so umgeschrieben, dass das Virus nicht mehr in die Zellen eindringen und sich dort vermehren kann.